Die Vogelgrippe (Aviäre Influenza) ist eine Viruserkrankung, die Geflügel und Wildvögel befällt und in ihrer schweren Form innerhalb weniger Tage einen ganzen Bestand vernichten kann. Das Virus wird meist von wilden Wasservögeln übertragen. In Kroatien ist die Vogelgrippe meldepflichtig, und kranke oder tote Wildvögel dürfen nicht mit bloßen Händen angefasst werden.
Erreger ist das Influenza-A-Virus. Man unterscheidet zwei Formen:
Wilde Wasservögel wie Enten, Gänse, Schwäne und Möwen sind natürliche Überträger des Virus. Manche tragen das Virus ohne sichtbare Anzeichen und verbreiten es während des Vogelzugs, daher tritt die Krankheit meist im Herbst und Winter auf.
Das Virus verbreitet sich:
Bei Geflügel (hochpathogene Form):
Bei Wildvögeln, besonders Schwänen, Enten und Gänsen:
Die niedrigpathogene Form verursacht mitunter nur leichte Atemwegsanzeichen und einen geringen Legeleistungsabfall und ist daher ohne Laboruntersuchung schwer zu erkennen.
Benachrichtigen Sie sofort einen Tierarzt oder die Veterinärinspektion, wenn Sie Folgendes bemerken:
Bis der Tierarzt eintrifft, verbringen Sie keine Vögel, geben Sie weder Eier noch Fleisch ab oder verkaufen sie, und lassen Sie keine Besucher auf den Hof.
Die Vogelgrippe wird ausschließlich im Labor bestätigt, anhand von Abstrichen oder Proben toter Vögel, die der Veterinärdienst entnimmt und einschickt. Ein ähnliches Bild können die Newcastle-Krankheit, der ansteckende Hühnerschnupfen (Coryza) oder Vergiftungen hervorrufen, deshalb ist die Untersuchung unerlässlich.
Für Vögel gibt es keine Behandlung der Vogelgrippe. Bei bestätigter Erkrankung legen die zuständigen Behörden die Maßnahmen fest; diese können die Tötung des infizierten Bestands, Reinigung und Desinfektion sowie Beschränkungen für den Geflügelverkehr in der Umgebung umfassen. Versuchen Sie nicht, die Krankheit selbst mit Medikamenten oder Hausmitteln zu behandeln – das verzögert nur die Meldung und erhöht die Gefahr der Ausbreitung.
Einige Subtypen des Vogelgrippevirus können in seltenen Fällen Menschen infizieren, meist nach engem Kontakt mit krankem oder totem Geflügel. Solche Infektionen können schwer verlaufen, daher ist Vorsicht geboten:
Wenn Sie innerhalb von etwa zehn Tagen nach Kontakt mit kranken Vögeln Fieber, Husten, Muskelschmerzen oder rote Augen bekommen, gehen Sie zum Arzt und sagen Sie ihm, dass Sie Kontakt mit Vögeln hatten.
Die Vogelgrippe ist eine schwere und hoch ansteckende Krankheit, gegen die es kein Heilmittel gibt, daher sind Vorbeugung und schnelle Meldung das Wichtigste. Fassen Sie tote Wildvögel nicht an, melden Sie sie dem Veterinärdienst und schützen Sie Ihr Geflügel vor Kontakt mit Wildvögeln.