Türkentaube

Türkentauben-Küken aufziehen

Aufzucht Vögel

Wie zieht man ein Türkentauben-Küken auf?

Die Aufzucht eines Türkentauben-Kükens erfordert die richtige Ernährung, eine passende Unterbringung und eine schrittweise Vorbereitung auf die Rückkehr in die Natur. Türkentauben gehören zu den Tauben und werden aus dem Schnabel der Eltern gefüttert – daher ist es entscheidend, diese Fütterungsweise nachzuahmen, damit das Küken die Nahrung richtig aufnimmt und sich gut entwickelt.

 

Ideale Unterbringung

Das Küken braucht einen warmen, sicheren und ruhigen Platz, um sich richtig zu entwickeln.

Temperatur: In den ersten Tagen sollte die Temperatur etwa 30 °C betragen und dann schrittweise gesenkt werden.

Wärme: Verwenden Sie eine Wärmelampe oder eine Wärmematte und achten Sie darauf, dass das Küken auch einen kühleren Bereich hat, in den es sich zurückziehen kann, wenn ihm zu warm wird.

Karton: Der Platz sollte gut belüftet, aber vor Zugluft geschützt sein. Am besten verwenden Sie eine weiche Unterlage (z. B. Küchenpapier), um Verletzungen der Beinchen zu vermeiden.

Hygiene: Futternapf und Unterbringung sollten regelmäßig gereinigt werden, um Infektionen vorzubeugen.

Futterzubereitung für die Aufzucht

Futterzubereitung für ein Küken bis 5 Tage

Für ein Küken in diesem Alter müssen Sie eine spezielle Mischung zubereiten, die schonend und leicht verdaulich ist. In diesem Fall besteht die Mischung ausschließlich aus Handaufzuchtfutter und Wasser.

Handaufzuchtfutter – verwenden Sie ein spezielles Handaufzuchtfutter für Küken (meist Mischungen, die alle Nährstoffe enthalten, die sehr junge Küken brauchen). Sie erhalten es in Zoofachgeschäften oder beim Tierarzt

Wasser – Das Wasser sollte lauwarm sein, keinesfalls heiß oder kalt. Die ideale Wassertemperatur liegt bei etwa 37 °C, also ungefähr bei Körpertemperatur.

Geben Sie die nötige Menge Aufzuchtfutter in ein kleines Gefäß (die Angaben auf der Packung können variieren, meist etwa 1–2 Teelöffel).

Geben Sie nach und nach lauwarmes Wasser hinzu und rühren Sie, bis ein Brei entsteht, der flüssig genug ist, damit das Küken ihn schlucken kann, aber nicht zu dünn.

Die Mischung sollte so dick wie Joghurt sein, aber nicht zu fest. Ist sie zu dünn, kann sich das Küken verschlucken; ist sie zu dick, kann es sie nur schwer schlucken.

Küken bis 5 Tage brauchen häufige Mahlzeiten.

Es sollte alle 3 Stunden gefüttert werden, auch nachts, denn sein Verdauungssystem und seine Aufnahmefähigkeit sind noch sehr klein.

Die anfängliche Futtermenge pro Mahlzeit sollte 5–7 ml betragen, was für ein sehr junges Küken in diesem Alter meist ausreicht. Zeigt das Küken Anzeichen von Hunger, können Sie noch etwas nachgeben. Das Futter muss lauwarm sein.

Futterzubereitung für ein älteres Küken


Für Türkentauben-Küken wird ein spezieller Brei zubereitet, der der Zusammensetzung des Futters entspricht, das sie von den Eltern bekommen würden. Die ideale Mischung enthält:

80 % gemahlenes Taubenkörnerfutter

20 % gemahlenes Welpentrockenfutter für kleine Rassen (als Eiweißquelle)

Die Mischung wird mit heißem Wasser angerührt, bis eine dicke, aber flüssige Konsistenz entsteht, ähnlich wie dünner Joghurt.

Türkentauben-Küken füttert man am besten mit einer Spritze. Um die natürliche Fütterung aus dem Kropf der Eltern nachzuahmen, brauchen Sie jedoch einen speziellen Aufsatz:

Ziehen Sie einen Finger eines Einweg-Gummihandschuhs über das breite Ende der Spritze.

Stechen Sie in der Mitte ein Loch hinein und führen Sie den Schnabel des Kükens hindurch.

 

Das Küken schluckt das Futter reflexartig, ähnlich wie bei der Fütterung durch die Eltern. Füttern Sie langsam und vorsichtig, damit es sich nicht verschluckt.

Häufigkeit und Futtermenge hängen vom Alter des Kükens ab:

Sehr junge Küken (bis 10 Tage) – werden alle 3 Stunden gefüttert, auch nachts. Die Menge pro Mahlzeit beträgt 5–10 ml.

Küken von 10 bis 20 Tagen – werden 5-mal täglich gefüttert, mit 10–15 ml pro Mahlzeit.

Ältere Küken (ab 20 Tagen) – die Zahl der Mahlzeiten wird schrittweise auf 3-mal täglich reduziert und die Menge auf 15–20 ml pro Mahlzeit erhöht.

Nach 4 Wochen sollte das Küken beginnen, selbstständig Samen und Körner zu fressen; diese sollten immer im Käfig bereitstehen.

Vorbereitung auf die Auswilderung


Sobald das Küken selbstständig frisst, sollte es schrittweise auf die Rückkehr in die Natur vorbereitet werden:

Tageslicht und Naturgeräusche – wenn das Gefieder gewachsen ist, sollte das Küken in einem größeren Käfig im Freien gehalten werden, damit es sich an die Bedingungen draußen gewöhnt.

Flugmuskulatur stärken – geben Sie dem Küken Platz zum Fliegen, damit es Kraft in den Flügeln aufbaut.

Kontakt zu Menschen begrenzen – damit es nicht zu zahm wird, sollte die Interaktion verringert werden, sodass das Küken seine natürliche Vorsicht behält.

Wann und wo lässt man das Küken frei?

Am besten lassen Sie das Küken frei, wenn es:

Selbstständig Samen frisst

Ein vollständig entwickeltes Gefieder hat und fliegen kann

Natürliche Scheu vor Menschen zeigt und keinen Kontakt sucht

Lassen Sie das Küken in einem ruhigen Gebiet frei, in dem es andere Türkentauben gibt, fern von Straßen und Fressfeinden. Idealerweise gibt es in der Nähe Bäume und Futterquellen, damit es sich leichter eingewöhnt

Fazit

Die Aufzucht eines Türkentauben-Kükens erfordert Geduld, Beständigkeit und die richtige Pflege. Entscheidend sind die richtige Fütterung, optimale Unterbringung und eine schrittweise Vorbereitung auf die Rückkehr in die Natur. Wenn Sie diese Hinweise befolgen, geben Sie dem Küken die besten Chancen, zu überleben und erfolgreich in die Wildnis zurückzukehren.

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