Vögel sind kleine Organismen mit einem sehr empfindlichen Atmungssystem, daher können ihnen schon geringe Giftmengen schaden. Vergiftungen passieren oft im ganz normalen Haushalt, durch Dinge, die Menschen nicht stören. Bei Verdacht auf eine Vergiftung zählt jede Minute.
Die Anzeichen hängen vom Gift ab und können plötzlich oder schleichend über Tage und Wochen auftreten.
Atmung (Dämpfe, Aerosole, Rauch):
Verdauungssystem:
Nervensystem (besonders bei Schwermetallen):
Allgemeinzustand: Lethargie, Apathie, aufgeplustertes Gefieder, Abmagerung. Bei länger andauernder Zinkvergiftung rupfen oder benagen manche Papageien ihre Federn.
Eine Vergiftung ist fast immer ein Notfall. Rufen Sie sofort den Tierarzt an, wenn:
Der Tierarzt stützt sich vor allem auf die Angaben dazu, womit der Vogel in Kontakt war. Ein Röntgenbild kann Metallteilchen im Magen zeigen, Blutuntersuchungen bestätigen eine Blei- oder Zinkvergiftung. Bei Rattengift wird die Blutgerinnung überprüft.
Für viele Gifte, auch für Teflondämpfe, gibt es kein spezielles Gegenmittel, deshalb ist Vorbeugung das Wichtigste.
Wenn Sie einen Wildvogel finden, bei dem Sie eine Vergiftung vermuten, bringen Sie ihn zum Tierarzt oder in eine Auffangstation. Das absichtliche Vergiften geschützter Tiere ist eine Straftat und kann bei der Polizei angezeigt werden.
Vergiftungen enden bei Vögeln oft tragisch, weil sie schnell verlaufen und viele Gifte in jedem Haushalt zu finden sind. Bringen Sie den Vogel bei Verdacht sofort von der Quelle weg, lösen Sie kein Erbrechen aus und suchen Sie umgehend tierärztliche Hilfe – mit einer Probe der vermuteten Giftquelle.